Kapitalismus game over

Wir gegen die – schon ein Bestseller


Die wirtschaftliche Globalisierung hat der Welt ein neues politisches Paradigma gegeben. Damit befasst sich Ian Bremmers Buch „Us vs. Them: The Failure of Globalism“. Es steht bereits auf der Bestsellerliste der New York Times.

Die Globalisierung hat zwar Jahrzehnte wirtschaftlichen Aufschwungs ermöglicht, förderte aber auch die ökonomische Unsicherheit der Menschen und unterminierte die soziale Solidarität. Jetzt richtigen die Nationalstaaten ihre Aufmerksamkeit nach innen und die Menschen suchen eine Art Stammeszugehörigkeit. Der Aufbau einer offenen Weltordnung droht zu scheitern.

Die politische Konfliktachse trennt jetzt nicht mehr rechts und links, sondern verläuft zwischen den wirtschaftlichen und politischen Eliten und den benachteiligten und verängstigten Menschen, die sich vor Ausländern, wirtschaftlichem Wettbewerb und technologiegetriebenem Wandel schützen wollen.

Die entwickelten Industriestaaten stehen vor der gleichen Wahl wie verschiedene aufstrebende Volkswirtschaften: Abschottung und Mauerbau oder neue Übereinkommen zwischen Bürgern und Regierung, die einen besseren Umgang mit der immer mehr von Interdependenzen bestimmten Welt erlauben.

 
 

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